Historisches

Erstmals wurden in den 20iger Jahren Flugversuche auf einem Grasflugplatz durchgeführt. Später entstand dort der Flugplatz "Alt-Lönnewitz".

Der Flugplatz Lönnewitz wurde 1935 für die deutsche Wehrmacht errichtet. Der Flugplatz hieß "Alt-Lönnewitz" und ist unter dieser Bezeichnung in vielen alten Buchwerken geführt.

Der damalige milit. Deckname war "Aasgeier". Der Grund und Boden des heutigen Flugplatzgeländes war ursprünglich im Besitz der Gutsbesitzer Hacke und Landmann, beide Alt-Lönnewitzer.

Die Initiative zum Bau des Flugplatzes ging vom damaligen Kinobesitzer in Falkenberg/Elster, Herrn Hüttenrauch aus.

Hüttenrauch war im 1. Weltkrieg mit Reichsmarschall Göring Jagdflieger in einer Staffel (Richtfofen).

Basierend auf dieser Verbindung erfolgte dann der Bau ab 1934. Der Grund und Boden wurde schließlich vom deutschen Reich gekauft.

  

Arado 234 C-3, Kampfflugzeug, mit 4x BMW 003A-1. War ein B-Muster mit Druckkabine, Schleudersitz und Zwillingsgondeln, Prototyp war V-19. Bewaffnet mit zwei starren MG 151/20, erreichte Vmax 890 km/h.

Bis 1945 wurden hier neben Schulungs- und Einweisungsflügen auch Flugzeuge gebaut.

Z. Bsp.: der düsengetriebene Jagdbomber Arado 234 C. Die Werfthallen sind noch erhalten, 3 davon werden durch eine örtliche Holzverarbeitungsfirma genutzt.

   

 

Von 1936 und während des 2. Weltkrieges wurde der Fliegerhorst zur Ausbildung genutzt. Erst als A/B-Schule später als C3-Schule.

Die A/B-Schule wurde damals von Dresden Klotsche nach Alt-Lönnewitz verlegt. Geschult wurde u.a. auf He 111 und Ju 88.

Von 1945 an hatte die russische Armee das Gelände "übernommen" und am Platz flogen bis 1991 z. Bsp.: MIG 21, MIG-23, MIG-29, MI-8, Antonov AN2 sowie Passagiermaschinen IL 62 u.s.w.

Von 1993 bis 1998 war der Flugplatz ohne Flugbewegungen.

1998 hat sich unser Verein gegründet, und wir begannen die Piste zu sanieren, die Hangar zu renovieren, eine Graspiste anzulegen u.s.w.

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Große Unterstützung hatten wir hierbei von 2 ortsansässigen Firmen, die uns mit Technik, Arbeitskraft und anderen Mitteln sehr geholfen haben.

 

Zeitliche Chronologie

vor 1934 - Privatbesitz, inoffiziell starteten und landeten Sportflugzeuge auf einem Privatgelände

ab 1934 - Aufbau des Fliegerhorstes, Startbahnlänge 800 m Gras, Bau einer 2. Tankstelle, offiziell noch keine Flugzeuge der Luftwaffe

16.09.1936: erste Flugvorführungen mit Sportflugzeugen durch Udet, Graf Hagenburg u.a.

ab 1937 - regulärer Flugbetrieb der Blindflugschule, neue Start-u. Landebahn 1.250m Beton

ab 1942 - C3-Schule

ab 1944 - Start-u. Landebahnverlängerung auf 1.800m, Bau der Montagehangars bei Blumenberg und der Zufahrtsstraße, Bau des legendären Jagdbombers Arado Ar234 C

1944/45 - Bombardierung durch die 8. amerikanische Luftflotte, teilweise Beschädigungen

ab 1945 - systematischer Ausbau durch sowjetische Luftstreitkräfte, Vergrößerung der Landebahn auf 3.000mx60m, Bau der Abfertigungshallen und 40 Flugzeugschelter, Bau von 500 Wohnungseinheiten in Plattenbauweise

1990-1998 ohne wesentliche Nutzung, Aufräumarbeiten durch ABM-Kräfte

1998 - Kauf des östl. Teil des Flugplatzes durch eine ansässige Firma

20.11.1998 Gründung des Fliegerclubs "Die Falken" e.V.

1999 - Außenlande und Startgenehmigung nach §25a

2000 - Sanierung der östl. Landebahn auf 1.500m, Anlegen einer neuen Graspiste

11.07.2000 - endg. Zulassung nach §6 Sonderlandeplatz